Zentrum für Seltene pädiatrische Tumoren, hämatologische und immunologische Erkrankungen (ZSPT)

Das Zentrum für Seltene pädiatrische Tumoren, hämatologische und immunologische Erkrankungen (ZSPT), das in Dortmund und Tübingen vertreten ist, wurde 2017 gegründet, um eine optimale Versorgung von Kindern und Jugendlichen mit seltenen onkologischen, hämatologischen und immunologischen Erkrankungen im Kindes- und Jugendalter zu ermöglichen. Als selten gelten dabei vor allem solche Erkrankungen, für welche keine anerkannten Therapie-Richtlinien existieren.

Darüber hinaus liegt ein Schwerpunkt des ZSPT in der Behandlung refraktärer maligner Erkrankungen, die ein individuell angepasstes interdisziplinäres Therapiekonzept erfordern. Hierbei stehen auch moderne Therapieansätze wie Immuntherapien und die haploidente Stammzelltransplantation zur Verfügung. Die Mitglieder des ZSPT sind an der Entwicklung und Durchführung verschiedener Therapiestudien beteiligt; die Abteilung für Kinderchirurgie und die pädiatrische Neurochirurgie sind als nationale Referenzzentren auf tumorchirurgische Operationen spezialisiert.
Im Rahmen der Sprechstunde für erbliche onkologische und hämatologische Erkrankungen im Kindesalter werden die genetischen Grundlagen der Erkrankungen untersucht.

Mehr Informationen zum ZSPT finden Sie im Infoflyer des ZSPT.

Hier können Sie einen Fernsehbericht des RTF 1 über das Gründungssymposium des ZSPT anschauen.

 

Sprechstunde für erbliche onkologische und hämatologische Erkrankungen im Kindesalter
in Tübingen

bösartige Erkrankungen sind eine große Belastung für Patienten und deren Familien. Neben den akuten medizinischen Fragen stellt sich häufig auch die Frage nach Ursachen, Wiederholungswahrscheinlichkeit einer Tumorerkrankung und ggfs. Vorsorgemaßnahmen auch für weitere Familienangehörige. Mit der Sprechstunde für seltene und erbliche hämatologische und onkologische Tumorerkrankungen bieten wir eine interdisziplinäre Beratung für Kinder und Jugendliche an, um auf diese Fragen eine Antwort finden. In einer Beratung erfolgt ein Gespräch mit Erhebung der Familienanamnese und ggfs. dem Angebot einer weiteren genetischen Abklärung.

Ein besonderer Schwerpunkt sind hierbei erbliche Formen von Krebserkrankungen, die zu frühen Erkrankungen, Häufungen von Tumorerkrankungen in Familien und bei Einzelpersonen führen können. Die Kenntnis um eine familiäre Krebsprädisposition kann heute sowohl für Vorsorgeprogramme und z.T. auch für Therapien verwendet werden. Insbesondere die Früherkennung ist insbesondere für bisher nicht erkrankte Personen von großer Bedeutung. Aber auch für bereits erkrankte Personen ist Vorsorge wichtig, da auch Zweiterkrankungen auftreten können. Generell können für viele erbliche Krebserkrankungen engmaschige Tumorvorsorgeuntersuchungen angeboten werden, so dass eine frühzeitige Tumorerkennung gesichert ist.
Ein weiterer Schwerpunkt sind angeborene Erkrankungen der Blutbildung (Prof. Dr. Welte).

Im Rahmen dieser Sprechstunde arbeiten die Bereiche Kinderonkologie, Humangenetik, Kinderchirurgie und Psychoonkologie eng zusammen. Die Zusammenarbeit erfolgt im Rahmen des Zentrums für Seltene Erkrankungen Tübingen.

Mehr Informationen finden Sie im Infoflyer der Sprechstunde.